Fotogalerie zu Yogakursen, Yogareisen und Events

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Laufende Kurse beginnen wieder ab dem 11.März 2013

Yoga Tag in Waldkirch
am 13. April 2013

Fotogalerie 2
Souvenirs der Unruhe
Sommerfest 2010
Lachyoga, Musik, Fotoausstellung
und Theater Lust www.theater-lust.de
Ausbildungsseminar B12
Daniel Orlansky in Hollerbühl
www.yogaofenergyflow.com
Ausstellung 2009
Fotografie "a few days in south-east asia" / Mario Stöckinger
www.mayasign.de
Sommerfest 2008
und Lachyoga mit Bernhard Hofacker
eMail: b.hofacker@gmx.ch
Ausstellung 2007
Aquarell Malerei / Beatrix Meier
eMail: beatrix_meier@t-online.de
BDY Aktionstag 2007:
"JOGA JETZT"

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© Tanja Sailer / IYP

Fotoausstellung zum IYP Sommerfest 2010

Auszüge aus "Souvenirs der Unruhe" Bilder aus Indien 2010
Fotografien von Mario Stöckinger www.mariostoeckinger.com
Fairy Tales of India
Fairy
Tales
of
India
Trees on the Rocks
Elephant
Cave
River Ganges
River
Ganges
in
it's
last
beauty
Kumbha Mela
Kumbha
Mela
in
Haridwar
Goat Trail
Goat
Trail
Soweit die Füße Tragen
Soweit
die
Füße
tragen
Soweit die Füße Tragen
Stille
im
Sand
Text: Tanja Sailer

Mahatmas haben's schwer - Elephant Cave und mehr...

Hier habe ich einst gewohnt. Ein Ort, dessen Stimmung sich tief in mich einprägte, den ich liebte und der meinem Leben eine so interessante Wendung geben sollte. Gut erinnere ich mich an die nach Sandel und Gheelämpchen riechende heilige Stimmung mitten in der Natur. An die pilzförmigen Felsen rund um Elephant Cave, den alten Mangobaum (dessen Mangos nach der Regenzeit reifen und deren herrlichen Geschmack ich trotz meines monatelangen Aufenthalts leider nur vom Hörensagen kenne), an Yogirajs unaufdringliche, mich in Bann ziehenden privaten Mantrarezitationen, seine geschmeidigen, klaren, ritualbegleitenden Handbewegungen (Mudras), die uns täglich besuchenden und nie leer ausgehenden Affen, den weißgetünchten Eingang mit einer sich wie Schmuck an ihm zärtlich festhaltenden in dichtem Purpur aufleuchtenden Bougainville darüber.

Elephant Cave war eine Luxushöhle. Wie Yogiraj selbst eine auffallend schöne und gepflegte Erscheinung in der Welt der Sadhus. Sie strahlte trotz ihrer Nähe zu Bären und Leoparden ein hohes Maß an Eleganz und Bildung aus. Sie war der Ort, an dem mich erstmals Sanskritklänge und die Idee des Selbst erreichten, an dem ich zum ersten Mal in meinem Leben das Patanjali Yogasutra las und etwas von den Upanisaden hörte. Ein Ort der religiösen Toleranz (Yogiraj hatte keinerlei Problem damit, meine Ressentiments gegenüber der Welt der Religionen zu akzeptieren), des lebendigen geistigen Austauschs, des Fragens, des Staunens, des Lachens und vieler Geschichten. Denn Yogiraj verpackte fast alle seine Botschaften an mich in Geschichten Geschichten, die mir in bestimmten Zusammenhängen manchmal erst heute wieder einfallen und mir ein Aha Lächeln ins Gesicht zaubern. Derart fasziniert hat mich das Leben und die Person Yogirajs, dass ich mich damals fragte, was das Geheimnis eines so von Erfüllung, Weisheit und Freiheit strotzenden Lebens sei... Yoga war die Antwort... eine Antwort, die gelebt werden möchte und zu dessen Welt sich hier für mich ein Tor öffnete.

Come as tourist - go as friend - immer noch in Mt. Abu ...

Vom dumpfen Rumpeln des Raghunathtempels werde ich wie jeden Morgen, falls man schon von Morgen sprechen kann, aus dem Schlaf gerissen. Nur die Dunkelheit des anbrechenden Tages scheint der jahrtausendetief - verankerten Religiosität Indiens noch Schutz zu bieten. In ihr beginnt etwas, das sich laut Mario anfühlt wie eine im Erdinneren Steine schleudernde Riesen-Waschmaschine. Sie wummert in meine Träume hinein und katapultiert mich in eine - von Beginn des Tages auf weltanschauliche Toleranz angewiesene Wachheit. Dies sind die Trommeln des Raghunathtempels, der ältesten Institution des Ortes, die seit dem 14. Jahrhundert ihre Weckfunktion ernst nimmt. Zeitlich etwas versetzt gesellt sich ein rhythmisch autonomes, helles Gebimmel dazu, das tief ins Gehirn eindringt und nicht nur böse Geister sondern vor allem die letzten Anflüge von Schläfrigkeit vertreibt.

Noch immer ist es früh am Morgen. Inzwischen ist der von Deva servierte Tee gekommen. Gedankenlos eingeschenkt steht er in einer Untertasse mit brauner Flüssigkeit. Wer immer ihn gebraut hat, hat seinen Traum nach einem süßen Leben in ihn eingerührt. Er kennt die Grenze zum Gelieren gut und hat es trotz einem stattlichen, die Wassermenge wahrscheinlich übertreffenden Zuckerzusatz geschafft, dass der Tee noch flüssig wirkt. Malerisch werden die in den Mangoästen aufsteigenden Rauchsäulen von der ersten Sonne beschienen. ein neuer Tag in Indien beginnt.

Zu unserem Glück bleibt der indische Mt.Abu Besucher nahe am Geschehen. Er verschreibt sich ganz dem Treiben auf und um den See. Der noch recht wilden, schönen Landschaft bleibt er respektvoll fern. Schließlich warnen Schilder vor einem intakten Wildlife ... dazu gehören Bären genauso wie Mungos, schwarzgesichtige Languren, der seltene Sambarhirsch, Zibetkatzen und anscheinend sogar der schöne Leopard. Ein Guide wird angeraten. Wir bezweifeln die Notwendigkeit eines solchen und erlauben uns allnachmittäglich kleinere und größere Trecks . Erhabene Blicke öffnen sich zur Ebene hin, Felsen spähen neugierig als wollten sie ihren im Erd-reich liegenden Freunden später vom Leben auf der Hillstation berichten. Überall laden verwunschene Höhlen zum Entdecken ein. In der einen oder anderen sitzt ein Sadhu, wie einst Yogiraj... Relikte aus dem alten Indien.

Ja, Mahatmas haben es schwer in diesen Tagen. Früher, so sagen die alten Männer im Ort, gab es viele hier. Heute ziehen alle weg... Aber die Geschäfte gehen gut, versichern sie mir. viel besser als jezuvor.

Tanja Sailer

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